Steampunk – der nächste Versuch

Mein Geburtstagsgeschenk in diesem Jahr bestand aus 2 blonden Perücken, damit alle 3 Iplehouse-Kinder von rot auf blond wechseln können.
Bei Lonnie musste ich erst einmal testen, welche Perücke mir an ihr besser gefällt. Es wird die linke, die rechte mit dem Pony bekommt Bono.
Lonnie blondLonnie blond 2
Elin wird nicht gefragt, die Frisur steht fest. Er soll später einen kleinen Anzug bekommen, aber erst einmal ist Lonnie dran.
Elin blond

Der Entwurf für Lonnies Kleid steht schon mal. (Ob das fertige Kleid Ähnlichkeit damit haben wird, kann ich nicht versprechen) Er ist an das limitierte Iplehouse-Outfit von „Bambi“ angelehnt, weil ich das bildschön finde.
Entwurf

Als erstes Teil ist die Bluse dran. Damit sie nicht hochrutscht, soll es ein Blusenbody mit Carmenausschnitt und Puffärmeln werden. Ich habe für Lonnie noch nicht viel gemacht und deshalb kaum Schnitte, deshalb beginne ich mit der Hose. (Das wird gleichzeitig ein Schnitt für eine „Unnerbüx“ (Unterhose).) Als Grundlage nehme ich den Schnitt für die Jeans, die sie schon hat. Es ist eine Jeans mit einer Seitennaht und einer Tasche, deshalb muss ich erst einmal beide Teile wieder zusammenfügen.
Hose 1
Dann brauche ich eine Linie für den Beinausschnitt – Phi mal Daumen sollte sie etwa so laufen.
Hose 2
Anschließend wird der Prototyp aus dünnem Stoff genäht und anprobiert. Normalerweise verwende ich dafür Küchenpapier und Klebestreifen, weil das viel schneller geht, aber das Ergebnis ist leider zu steif.
Hose 4Hose 5
Erwartungsgemäß sitzt die Hose noch nicht richtig, aber ich sehe jetzt, wo und wie der Schnitt geändert werden muss. Oben ist der erste Entwurf, unten der korrigierte.
20160609_222233

Sie will ja keinen Druck machen, aber meine kleine Expertin wacht mit Argusaugen über meine Fortschritte.
Lonnie 3

Noch ein Puppen- und Nähblog…

Als 2004 meine Sammelleidenschaft für Puppen entzündet wurde, lag das an einem Foto einer Annette Himstedt-Puppe. DummerSchlauerweise handelte es sich dabei um Fibi aus dem Jahr 2002, die trotz einer vergleichsweise hohen Auflage von 713 Stück zu dem Zeitpunkt schon seit einer Ewigkeit ausverkauft war.

Fibi

Fibi wurde mein Gral, bis sie 2008 endlich bei mir einziehen durfte. (Vielen Dank, Flo, ich liebe sie noch immer.)

In der Zwischenzeit war ich dem Charme der zauberhaften Kinder von Gabriele Müller verfallen, die zu dem Zeitpunkt bei HSE angeboten wurden. Zwar habe ich mir die Sendungen nie angesehen, aber dank meines besten Freundes, der großen Auktionsplattform mit den vier Buchstaben, sind trotzdem so einige der kleinen Mäusen bei mir gelandet und ich „hinkte“ meistens nur einige Wochen hinterher.

Müllerchen

Ich mag die Kleinen noch immer, aber als ich 2010 auf die Fashion Dolls des amerikanischen Künstlers Robert Tonner stieß, war es um mich geschehen. Auch hier begeistern mich (natürlich) hauptsächlich die „alten“ Puppen, die schon lange ausverkauft sind und nur gebraucht/verändert (oder im Originalzustand zu horrenden Preisen) angeboten werden. Man muss seiner Linie ja treu bleiben, nicht wahr?

Tonner

Durch die Tonner-Dolls habe ich dann auch mein zweites großes Hobby entdeckt: das Nähen. Viele der Tonner-Damen und Herren, die ich haben möchte, werden nur in Amerika angeboten und da Fracht und Zoll auf den Kaufpreis aufgeschlagen werden, sind sie nur ohne Kleidung einigermaßen erschwinglich. Eigentlich habe ich eine gesunde Abneigung gegen Stecknadeln, aber inzwischen ähnelt das Ergebnis doch immer öfter der Idee, die ich am Anfang im Kopf hatte.

Keine Ahnung, ob es eine „logische“ Entwicklung ist, aber seit Ende 2014 habe ich mich nun auch noch in die BJD von Iplehouse verliebt. Schuld ist Bono, die als Weihnachts-Sonderedition in einer Steampunk-Ausgabe herausgegeben wurde. Wer schauen möchte, hier ist der Link zu ihr: B.I.D Limited – Bono_Xmas Special Edition Ausnahmsweise war ich mal „up to date“ und dank der Unterstützung meiner Familie durfte sie tatsächlich einziehen.

Bono_1

 

So viel zu mir und der Puppenseite des Blogs. Einige frühe Ergebnisse meiner Nähversuche sieht man oben bei den Tonner-Girls.