Fortschritte bei Ellowyne

Das Kleid selbst ist fertig. Jetzt muss es noch ein wenig dekoriert werden, damit es nicht so schlicht aussieht. Ich arbeite gerade an einer Kante aus bordeaux- und kristallfarbenen Perlen.

Nebenbei habe ich diesen Hoodie-Schnitt on Choly Knight gefunden, den ich unbedingt ausprobieren möchte. Der Schnitt besteht aus 49 Seiten für den Hoodie und 11 Seiten, falls man die Jacke mit Cosplay-Elementen versehen möchte. Für Letztes fühle ich mich nun doch schon ein paar Tage zu alt, aber die Jacke selbst gefällt mir sehr.

Ellowyne in Whine

Eigentlich habe ich viel mehr dunkelhaarige Puppen als Blondinen. Eine Ausnahme ist Ellowyne in Whine und auch das ist eher ein Zufall. Die Hübsche – hier der Link zum Originalbild im Tonner-Archiv – wurde nude, mit geöffneten Haaren und Sommersprossen, in dem bekannten großen Auktionshaus angeboten. Die Sommersprossen haben es mir schließlich angetan und sie musste bei mir einziehen.

Von Anfang an sollte sie ein langes Kleid bekommen, aber wie das so ist, wenn am laufenden Band andere „Bedürftige“ einziehen, irgendwie blieb sie immer auf der Strecke. Das soll sich jetzt ändern.
Die erste Schnittanpassung hat sie schon überstanden.

Die Farbauswahl für das Unterkleid – eigentlich tendiere ich zu dem kräftigen Pink…

Aber mit der Spitze drüber gewinnt dann doch das helle Rosa.

Eine erste Anprobe. Zum Glück zappelt sie nicht herum, wenn Stecknadeln im Stoff stecken.

Jetzt muss ich erst mal in die Stadt, Bänder und Nähgarn kaufen.

Erik und sein neues Outfit

Mitte Januar habe ich Erik auf meinen Nähtisch gestellt und ihm versprochen, er bekommt ein Steampunk-Outfit, damit er zu seiner Schwester Emilie passt.

Als erstes gab es eine Hose und ein Shirt, damit er die geliehenen Sachen zurückgeben konnte, die er seit seinem Einzug trug.

Dann… kam Leonard und hat sich vorgedrängelt. Bis der Große endlich fertig war, hatte ich zumindest schon den Schnitt und den passenden Stoff für eine Weste im Kopf. Die brauchte aber noch ein Futter und ich war mir nicht sicher, wie sie unter der Jacke aussehen sollte.

Also habe ich die Weste erst einmal zur Seite gelegt und die Jacke soweit fertig gemacht. Es sollte ein kleiner „Gehrock“ werden, hinten etwas länger.

Und jetzt kam mein Problem… Emilie hat einen Hut und Erik sollte dazu passend einen Zylinder bekommen. Emilies Hut ist ein Haarschmuck und in den letzten Jahren gab es vor Sylvester oder vor dem Rosenmontag diese kleinen Hüte und Zylinder in allen Farben zu kaufen. In diesem Jahr, wo ich einen suchte – natürlich nicht… Und so musste der arme Erik wieder warten, während ich die Läden abklapperte und hoffte, doch noch etwas zu finden.

Letzte Woche stieß ich zufällig auf die Seite von „Natron und Soda“. Dort fand ich eine Anleitung, wie man Zylinder selbst nähen kann und genau das habe ich heute gemacht. Ich habe die Stoffe (schwarz außen, weißer Satin innen) mit Vlieseline (H250) verstärkt, damit der Zylinder etwas Stand bekommt und ihn danach mit einem Stückchen Kette, einem Zahnrad und etwas Kleinzeug „betüddelt“. Die Jacke hat goldene Perlenknöpfe und Ornamente bekommen, die Weste kleine schwarze Knöpfe und als Blickfang ein „goldenes“ Kettchen. Damit die Weste gut sitzt, ist sie vorne von innen zusammengenäht.

Jetzt kann er sich neben Emilie sehen lassen.

Den Schnitt für das Shirt und die Strumpfhose, die Erik unter der schwarzen Hose trägt, habe ich in den Tutorials der wundervollen Seite von Martha Boers http://www.antiquelilac.com/ gefunden. Das Oberteil des Kleides hatte ich schon als Grundlage für die Jacke genutzt, die Emilie trägt0. Für Erik habe ich den Schnitt nur entsprechend verlängert. Zylinder, Hose und Weste sind meine eigenen Entwürfe.

Lonnie und ihr neues Kleid

Lonnie hat sich beschwert. Ihre Schwester habe ich mit ihrem neuen Kleid vorgestellt und sie nicht…

Hier ist sie also, meine kleine Lonnie. Sie trägt noch immer die Perücke im Farbton „Goldenrot“.

Ihr Rock ist mit schwarzer Spitze eingefasst, die Naht habe ich innen und außen mit dunkelrotem Satinband abgedeckt.
Sie braucht keinen Unterrock, das Band sorgt dafür, dass der dünne Rockstoff etwas „Stand“ hat.

Die Weste ist aus schwarz-rotem Baumwollstoff und wird vorne geschnürt.

Der Gürtel besteht wieder aus einem Stück Satinband mit Druckknopf als Verschluss.

Lonnie 2 – Das Outfit

Haare und Augen passten, also konnte es ans Outfit gehen.

Damit die Bluse nicht ganz so schlicht ist, habe ich dünnes Stoffband zu Schleifen gelegt und angenäht. Die Stiche habe ich mit jeweils 3 farbigen Perlen kaschiert. Die Perlen habe ich später beim Gürtel nochmal verwendet.

Der Schnitt für die Strümpfe stammt von diesem Tutorial von Martha Boers, der kanadischen Puppenkünstlerin. Ich liebe die Outfits, die sie zaubert.
Die elastische weiße Spitze habe ich bei Ebay erstanden.
Strümpfe (2)
Lonnie war natürlich skeptisch, ob das komische Ding passt und gut aussieht, ließ sich dann aber doch überzeugen
Ehrlich Strümpfe

Als nächstes Teil kam das Unterkleid mit den Organzarüschen und der schwarzweißen Spitze an die Reihe. Sah recht merkwürdig aus und ich glaube, mein Schatz hat sich schon überlegt, wie er mir das diplomatisch beibringt… Auch Lonnie sah nicht glücklich aus.
A_Lonnie 3 A_Lonnie_7

Der Beinahe-Tellerrock bekam durch die Organzarüschen den Stand, den ich mir gewünscht hatte.
A_Lonnie_8
Eigentlich wollte ich eine geschnürte, etwas längere Weste nähen, aber das wären an der Taille einfach zu viele Stofflagen geworden. Deshalb ist die Weste wesentlich kürzer als Oberteil am Rock gelandet. Mit 2 Ösen auf jeder Seite und einem schmalen Band kann es sogar geschnürt werden und bricht den „schwarzen Balken“. Was man nicht sieht: Auf dem Rücken wird alles mit Druckknöpfen geschlossen.
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Jetzt fehlte nur noch ein „Gürtel“. Ich hatte noch einen Rest von dem breiteren Band, mit dem ich den Rocksaum verdeckt hatte. Darauf habe ich ein schmales Band aufgenäht und das Ganze mit bronzefarbener Kette, dünnem Schleifenband und einigen Anhängern dokoriert. Auch der Gürtel wird mit einem Druckknopf auf dem Rücken geschlossen.
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Auf dem letzten Bild habe ich natürlich nicht auf die Rüschen geachtet, die hätte ich noch hochdrücken müssen.
Jetzt brauche ich nur noch eine Idee für einen schönen Haarschmuck, dann ist sie ganz fertig. Ich werde mich mal auf Pinterest umschauen, da finde ich bestimmt etwas.

Bluse Teil 4

Neu anzufangen siehe hier hat sich definitiv gelohnt. Endlich passen die Teile so zusammen, wie ich es mir vorgestellt habe.

Bluse 20

Das Kräuselgummi habe ich in die Nahtzugabe des Halsausschnittes eingezogen. Da trägt es nicht auf.

Bluse 21

Jetzt nur noch alle offenen Nähte schließen – das meiste davon von Hand und schön unauffällig…

Bluse 22

Lonnie 1 präsentiert voller Stolz das Ergebnis:

Bluse 23

Bluse Teil 3

Wie schon angedeutet, wollte mein erster Versuch nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Plan B musste her und der war einfach: Keine Experimente.

Also habe ich – wie immer – zwei getrennte Blusen genäht. Das Ärmelbündchen sitzt am Oberstoff

Bluse 13

Der Ärmel der Futterbluse hat schon einen Faden zum Kräuseln.
Bluse 14

Eigentlich wäre ich jetzt soweit fertig und könnte beide Teile miteinander verbinden, aber für einen Body fehlt noch etwas.
Bluse 15

Basteln wir also die Hose:
Die modifizierten Teile wie immer rechts auf rechts legen und die vordere Naht schließen.
Bluse 16

Aufgeklappt hat das Teil eindeutig Ähnlichkeit mit einer Fledermaus.
Bluse 17

Das fertige Oberteil wird jetzt an die halbfertige Hose genäht, wobei sich der Stoff wieder einigermaßen gleichmäßig verteilen sollte.
Bluse 18

Genug der Vorbereitung, ab jetzt wird es spannend: Futter und Oberstoff treffen sich am Halsausschnitt.
Bluse 19

Fortsetzung folgt…

Man sieht schon was

Nach einem ungeplanten Tagesausflug und 2 Tagen Pause, um mich davon zu erholen, geht es jetzt endlich weiter. Steampunk-Outfit für Lonnie, Teil 3:

Meine Freundin hat sich für ein anderes Projekt diesen wunderschönen, in sich gestreiften Stoff gekauft und ich habe ihr gleich etwas davon gemaust. Als Futter nehme ich weißen Satin.
Bluse 9

Jetzt muss ich nur aufpassen, damit ich nicht ein Teil mit der falschen Seite nach außen setze. (Blödsinn machen kann ich SEHR gut…)
Bluse 10

Damit die Ärmelbündchen auf beiden Seiten gut aussehen, hatte ich die tolle Idee, den Futterstoff gleich anzunähen.
Bluse 11

Bluse 12

Das war irgendwie nicht der Hit. Ich stehe gerade tierisch auf dem Schlauch, welche Naht ich von wo schließen muss, damit sich die Bluse ohne Korkenzieher-Effekt auf die richtige Seite drehen lässt. Naja, wenn alles auf Anhieb funktionieren würde, wäre es ja langweilig. Außerdem brauchte mein Freund der Nahttrenner ganz dringend wieder Beschäftigung. (Hatte er heute – jede Menge…) Wenn ich es geschafft habe, zeige ich das Ergebnis. (Oder die neue Bluse – kommt drauf an, was schneller geht.)

In diesem Sinne: Eine schöne Woche!

Es geht weiter

Gestern hatte ich hier die Anfänge des neuen Steampunk-Outfits für Lonnie gezeigt.

Lonnies gelbes Osterkleid hatte ich nach dem Schnitt von Martha Boers Easy KID Dress Pattern genäht. Das Kleid sitzt klasse, deshalb wird es meine Grundlage für das neue Oberteil. Den Ärmel kann ich unverändert übernehmen, den Ausschnitt am Vorder- und Rückenteil muss ich aber deutlich vergrößern und mehrere Zentimeter Weite zugeben. Auch hier lässt sich mit Küchenpapier nicht viel machen, deshalb musst wieder Stoff zum Testen herhalten.

Weil die Teile so klein sind, habe ich sie im Vorfeld schon mit einem Zickzackstich versäubert. Hier ist der Ärmel mit dem Bündchen.
Bluse 1
Damit die Falten gleichmäßig werden, bändige ich den Stoff mit jeder Menge Stecknadeln. (Ich mag keine Stecknadeln, hatte ich das schon mal erwähnt?)
Bluse 2 Bluse 3
Fast fertig – zumindest ein Ärmel
Bluse 4

Lieber vorher kurz schauen, wie die Teile zusammen passen, das erspart mir eine Menge Frust beim Auftrennen. (Der Nahttrenner ist ohnehin mein bester Freund.)
Bluse 5
Anschließend den Ärmel (möglichst richtig herum) mit vielen Stecknadeln an die vorgesehenen Stellen raffen und annähen. Das Ergebnis könnte wieder einmal alles Mögliche sein und der Ausschnitt ist riesig, da passen alle drei Iplekinder hinein.
Bluse 6
Seitennähte der Bluse schließen, untere Kante an die vorbereitete Hose nähen – dabei wieder die Teile möglichst gleichmäßig raffen. Jetzt nur noch die Mittelnaht der Hose im Schritt zusammennähen, dann sieht das Teilchen sogar schon nach einer Hose aus…
Bluse 7
Was jetzt noch fehlt, ist ein Geduldspiel: Die obere Kante der Bluse umschlagen und ein Band oder Gummi zum Raffen einnähen. Ich habe ein Hutgummi genommen, das noch in meiner Kiste herumgammelte. Mein Musterstück ist ungefüttert und das Gummi relativ dick, also darf ich die ganze Strecke von Hand nähen. (Hurra!) Das richtige Exemplar wird doppelt sein, dann sollte sich die Naht (theoretisch) auch mit der Maschine ziehen lassen.
Bluse 8

Jetzt nur noch den Stoff raffen, dann heißt es: „Lonnie, Anprobe!“
Body 1 Body 2
Die Raffung ist in Ordnung, aber die Bluse fällt noch nicht so blusig locker, wie ich es gerne hätte. Zumindest in Natura nicht, auf dem Foto sieht es wesentlich besser aus. Eventuell werde ich Vorder- und Rückenteil um 1 cm verlängern, das könnte besser aussehen. Ansonsten… Für den ersten Versuch gar nicht so schlecht, oder?